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Wir basteln uns einen "Grillspiess"!

Ein Bericht von TBHH


Wie kriegt man einen Mustang gegrillt??

Wohl jeder, der einen Mustang restaurieren will, hat sich sicher schon einmal gefragt, wie man am besten und bequemsten an die Unterseite der Kiste 'rankommt.
Wohl auch jeder hat schonmal "Ochse am Spiess" gesehen und gegessen...
Da ist die Lösung doch ganz einfach:

WIR BASTELN UNS EINEN "GRILLSPIESS"!

Im Fachchinesisch auch "Rotisserie" genannt.
Was mit einem Ochsen klappt, klappt doch wohl auch mit einem Pferd..




Dies soll eine kleine "Anleitung" sein, wie man aus "handelsüblichem" Material mit relativ wenig Aufwand eine Rotisserie selber bauen kann.

Wenn jemand meint, das dies "zu teuer" ist: Erstmal wird man auf dies Teil nicht mehr verzichten wollen, wenn man erstmal damit gearbeitet hat, zweitens geht die Arbeit damit wesentlich einfacher und schneller, vom "sauberer" wollen wir garnicht reden, und drittens kann man den "Mustanggrill" nach getaner Restauration mit Sicherheit gut verkaufen...

Bei dieser Version mit den 1 m langen "Aufrechten" bleibt in jeder Drehsituation mindestens 10 cm Luft nach unten zwischen Karosserie und Längstraverse. Die benötigte Raumhöhe liegt bei ca. 2,35 m.


Ich verzichte hier meist im grossen und ganzen bewusst auf genaue Maßangaben, da jeder, der sich an so ein Projekt wagt, im Stande sein sollte, diese Maße selbst zu ermitteln. Wenn das Ermitteln dieser Maße (besonders natürlich der Längstraverse und der Konsolenaufnahmelöcher) jemanden schon vor ein grösseres Problem stellt, sollte er besser auf den Nachbau verzichten.
Natürlich gebe ich Tipps, auf welche Maße besonders zu achten ist und wie man diese ermittelt.

Und da ich auch keinerlei Einfluss auf die handwerkliche Ausführung habe, geschieht der Nachbau natürlich auf eigene Gefahr!

Die Tragfähigkeit meiner Rotisserie dürfte WESENTLICH GRÖSSER sein als das Gewicht einer leeren (!) Mustangkarosserie. Ich habe bei meiner Karosserie ('70 Grande Coupe mit leeren Türen, Front- und Heckscheibe, Auspuffanlage, vordere und hintere Aufhängekonsole für die Rotisserie) ein Gewicht von etwa 250kg ermittelt.

Da natürlich sämtliche Anbauteile entfernt werden sollten, ist mit deutlich weniger Gewicht zu rechnen...(ich war nur zu ungeduldig....)

Was man AUF KEINEN FALL auf einer Rotisserie tun SOLLTE ist der Austausch irgendwelcher tragenden Teile der Karosserie, dies sollte man NACH der Reinigung und Konservierung auf dem Boden tun. Kleinere Schweissarbeiten kann man natürlich gefahrlos "am Spiess" durchführen.

Los gehts:

Die Einkaufsliste

Zwei klappbare Motorständer 675 kg
von der Firma TBS-Aachen, mit Versand zusammen ca. 140,- €

Zwei Längen Rechteckrohr 80x50x4
Eine Länge Quadratrohr 50x50x4
vom nächsten Stahlhandel, bei mir zusammen ca. 270,- €
der Preis ist natürlich sowohl vom Tagespreis als auch von der Region abhängig,

zwei Meter Stahlrohr 15x1,5 aus dem Baumarkt ca. 6,- €

Dann braucht man noch "Kleinkram",
etwa zwei Meter Flachstahl 50x3, als Verstärkung der vorhandenen Vierkantrohre aus dem Motorständerbausatz,

zwei Stücke Flachstahl 60x8 (oder 10, wie erhältlich), 380mm lang
zwei Stücke Flachstahl 60x8 (o.10 ) 200mm lang
zwei Stücke Flachstahl 120x200x 6 (o. 8 o. 10 ), Ersatzweise vier Stücke 60x8, 200mm lang
vier Stücke Flachstahl 60x8 50mm lang,
macht zusammen etwa 2,30m 60x8, Ersatzstücke für die Platten und Sägezugabe eingerechnet

vier Stücke 10er Rundstahl, jeweils etwa 250 – 300 mm lang, (für die Hebeösen an den Konsolen), U-förmig gebogen

Diesen Kleinkram besorgt man sich man besten aus der nächsten Schlosserei, (bei mir war das vorhandenes Material).

Und da die Sägearbeiten an dem Langmaterial (eine "Länge" hat übrigens ca. 6 Meter!) sowieso in einer Schlosserei oder bei einem Metallbaubetrieb gemacht werden SOLLTEN, wegen der Rechtwinkligkeit der Schnitte, kann man das ganze Material natürlich auch dort kaufen. Auf alle Fälle sollte man wegen dem Flachstahl sowieso in so einem Betrieb nachfragen, da sich dafür keine ganze Länge zu kaufen lohnt. Ich SCHÄTZE mal, das für dieses Material etwa 30.- bis 50,- € in die Kaffeekasse gehen.

Noch ein Tipp aus Erfahrung: Wenn ihr das Material direkt bei einer Schlosserei (oder anderem Metallbaufachbetrieb) auf EURE RECHNUNG anliefern lasst, könnt Ihr gegen einen Stundensatz die Maschinen dort nutzen (natürlich alles UNBEDINGT VORHER mit dem Betrieb abklären! Manche mögen keine Betriebsfremden an ihren Maschinen, bei anderen ist das kein Problem..Wenn Ihr NICHT an die Maschinen dürft, müsst Ihr eben notfalls einen Sägeauftrag für euer Material geben oder den Betrieb wechseln).

Man kann allerdings auch das Material direkt "nach Maß" in einem entsprechenden Betrieb bestellen, dann wird es aber sicher wesentlich teurer.

Und zum Schluss die "Heimwerkervariante": Wer sich zutraut, das Material z.B. mit der Flex und einer Trennscheibe ABSOLUT RECHTWINKLIG zu trennen (oder nach dem Trennen rechtwinklig zu bearbeiten), dann geht das auch. Nur den "Kopf" vom Motorständer würde ich rechtwinklig auf einer Maschine absägen lassen. Und das Gehrungsschneiden auf einen exakten Winkel ist mit der Flex auch nicht wirklich einfach, aber es gibt in den Baumärkten Trennständer für die Flex zu kaufen, das würde in dem Fall richtig Sinn machen. Die Teile sind recht günstig.
Als allerletzte Möglichkeit gibt es immernoch die Metall-Bügelsäge, auch einfach EISENSÄGE genannt. Da spart man sich das Fitness-Studio...
Dann braucht man noch einige Schrauben und Unterlegscheiben M 12, einiges ist schon bei den Motorständern dabei, anderes muss nach Bedarf aus dem Baumarkt besorgt werden.

Die Motorständer dienen als "Rohmaterial", ich finde, dass sie zusammen günstiger zu kaufen sind als die entsprechende Menge an Rohren oder Flacheisen. Es bleibt am Schluss auch relativ wenig vom gelieferten Material übrig....

Fangen wir erstmal an zu basteln:

Als allererstes werden die 80x50x4 Längen zugeschnitten:
(80x50 bezeichnet die Aussenmaße, 4 ist die Materialstärke)
Die erste Länge wird in
1 Stück 1300mm (für die hintere Konsole) und
1 Stück "Rest" zugeschnitten. Der "Rest" wird später auf genaues Maß zwischen den Kopfteilen als Längstraverse gebracht, also noch nicht weiter zersägen!

Die zweite Länge wird zu
2 Stück 1000 mm (das werden die "Aufrechten" der Kopfteile)
und
2 Stück ca. 1900 mm (für die Querstücke der Kopfteile)
zurechtgesägt.


Das 50x50 Rohr wird in
4 Stücke zu 1000 mm gesägt, wobei die Enden auf 45° gesägt werden. Diese Stücke werden später die V-förmigen Versteifungen der Kopfteile. Also auch auf die Richtung der Gehrung achten.
Dann brauchen wir daraus noch
2 Stücke zu 550 mm und
2 Stücke mit 210 mm,
2 Stücke mit 50 mm, alles wird an der hinteren Konsole verarbeitet.

Dann empfiehlt sich noch ca. 1m Kette mit mindestens 500 kg Reissfestigkeit und drei Schäkel.

Dann werden die Motorständer "zerlegt":

Der "Kopf" der Ständer, also die Aufnahme aus Rohr, in die das Rundmaterial der Motoraufnahme kommt, wird RECHTWINKLIG ca. 20 mm unterhalb des Kopfes abgesägt, und das Unterteil mit der "Klappaufnahme" wird vom verbleibenden Rohr, wie auch die Verstärkung, sorgsam abgeflext. Auch die beiden "Ohren" oben am Klappteil kommen weg.

Die Verstärkung und der "Klappteil" werden später wieder verwendet!
Wenn Ihr die Motorständer vor Euch liegen habt, werden diese Zeilen auch auf einmal verständlich..

Das einzige, was von den Motorständern am Schluss überbleibt, sind der "Klappausleger" und das Stück Rohr, welches zwischen Kopf und Klappteil herausgesägt wurde, die vier Arme für die Motoraufnahme sowie die Radaufnahmen und die beiden festen Rollen und die kleine Lenkrolle. Das wird natürlich alles aufbewahrt, vielleicht kann man es nochmal brauchen...



Fangen wir mit dem Zusammenbraten an...

Die Schweissnähte sollten auf alle Fälle HALTBAR sein, einen Schweissnahtschönheitswettbewerb brauchen die wirklich nicht zu bestehen.
Und die Teile sollten auch nach dem Schweissen RECHTWINKLIG sein, also erst alle Verbindungen leicht "heften" und dann zum Schluss solide Verschweissen.
Auch hier gilt: Wer sich haltbare Schweissnähte nicht zutraut sollte in der Schlosserei oder beim Metallbauer fragen! Sicherheit geht vor.

Als erstes werden ALLE Schnittstellen entgratet (sollte eigentlich selbstverständlich sein) und auf Winkligkeit kontrolliert.
Dann werden die KOPFROHRE, die wir vom Motorständer (der jetzt ja keiner mehr ist) abgesägt haben, von INNEN nochmal mit ihrem vorhandenen Rohrstumpf verschweisst, die langen Seiten nachschweissen reicht. Wenn man sich die Originalnähte ankuckt, wird man da von innen sowieso nachschweissen wollen...
Dann diesen Kopf PASSGENAU und WINKLIG auf jeweils eins der 1000mm Stücke schweissen.
Dies ist eigentlich die kritischste Schweissnaht an der ganzen Konstruktion, also möglichst das Schweissen VORHER ausprobieren und nicht ausgerechnet an DIESER Naht "üben"!

Als nächstes wird das "Klappstück" rechtwinklig an das 1000 mm Stück mit dem Kopf geschweisst. Da kommt dann auch die Verstärkung in gleicher Position wie vorher wieder dran, es sollte ungefähr genauso aussehen, wie es schon am Motorständer war, nur dass das Rohr zwischen den beiden Teilen "etwas" länger ist.

Dann richtet man diese 1000 mm Stücke zusammen mit den 50x50 Stücken (auch 1000mm) MITTIG und RECHTWINKLIG auf jeweils einem der ca. 1900 mm langen 80x40 Stücke aus und verschweisst sie.

(ANMERKUNG: Man KANN auf der Unterseite der 1900 mm Stücke jeweils rechts und links eine 12,5 mm Bohrung anbringen, um später die Original-Lenkrollen der Motorständer zu verwenden. Das Bohren geht natürlich VOR dem Verschweissen wesentlich einfacher....

Die Original-Rollen sollten das Gewicht der Konstruktion mit einer leeren Karosserie problemlos verkraften können.)
Ich hatte noch vier Schwerlastlenkrollen, welche ich natürlich verarbeitet habe.
Aber bevor ich diese Rollen bei mir "wiederentdeckt" hatte, habe ich die Version mit den Motorständerrollen ausführen wollen. Natürlich gehen auch andere Rollen, sie sollten nur jeweils mindestens 200 kg Traglast pro Stück haben. Und vier LENKROLLEN sind da von Vorteil, damit ist das ganze Dingens in der Werkstatt auf ebenem Fussboden recht beweglich.

Auf unbefestigtem Boden klappt das ganze natürlich nicht....
Wie gesagt, die Original- Lenkrollen vom Motorständer sollten reichen, sie sind vorhanden, warum nicht auch verarbeiten?


Die Kopfteile wären damit fertig und sollten dann farblich behandelt werden. Dies dient zum einen der Optik und zum anderen dem Korrosionsschutz. Man könnte natürlich vorher auch noch die beiden Halter für die Drehstange vom Originalrohr des Motorständers abtrennen und an den Kopfteilen an passender Stelle wieder anschweissen, das erhöht den Bedienkomfort ungemein, da dann die Drehstangen ihren festen Platz haben und nicht irgendwo in der Werkstatt "untergebuddelt" werden....ich werde das auch noch tun.

Hier ein Bild des fertigen Kopfteiles, wie es ganz zum Schluss aussehen sollte:



Natürlich kann sowohl das Aussehen der Werkstatt als auch der eingehängten Karosserie individuell variieren.....

Dann kommen die KONSOLEN an die Reihe:

Die vordere Konsole ist vom Aufbau her recht einfach:
Das LÄNGERE Stück Querrohr vom Motorständer hat den Vorteil, dass die Länge beinahe PERFEKT auf die Breite des vorderen Rahmen des Mustangs abgestimmt ist.
Einfach die Aufnahmen für die Rollen sauber abtrennen, rechts und links das Rohr (vorher natürlich die Plastikkappen abnehmen!) mit 50x3 Flacheisen verschliessen (sauber schweissen, damit die Kraft der beiden Flacheisen, die an die Stosstangenlöcher im Rahmen geschraubt werden, sauber auf das Rohr übertragen wird!) und die zwei 380 mm langen 60 x 8 (oder 10) Flacheisen mit passend zu den entsprechenden Löchern im Rahmen gebohrten Öffnungen mittig und rechtwinklig auf die Stirnseiten schweissen. Dann habe ich die drei "übriggebliebenen" Quertraversen der (ehemaligen) Motorständers flach aneinandergeschweisst und die offenen Seiten auf 45° abgeschrägt (man kann natürlich auch VOR dem Schweissen sägen...) und die offenen Seiten durchgehend mit 50x3 Flacheisen verschlossen. Diese Einheit habe ich auf die lange Quertraverse mit den beiden "Stossstangenhaltern" geschweisst. Das ganze sieht ziemlich "massiv" aus, ist stabil aber eigentlich doch recht leicht, dafür dass da eine Karosserie dran aufgehängt wird...
Das eigentlich als Motorhalterung am Motorständer vorgesehene Teil wird auf dieser Konsole später verschraubt.
Hier mal zwei Bilder zur Verdeutlichung des ganzen:








WICHTIG ist die Positionierung der Löcher für den "Motorhalter"!
Der Drehpunkt der Karosserie soll vorne und hinten natürlich relativ gesehen der gleiche sein, deshalb sollte man die Karosserie erstmal mit der Wasserwaage in Längs- und Querrichtung waagerecht ausrichten und die Höhe der Stossstangenbefestigungslöcher sowohl vorne als auch hinten zum Boden ausmessen. Die Höhendifferenz dieser beiden Lochmitten muss natürlich bei den Aufhängekonsolen berücksichtigt werden. Also müssen die Löcher für die Aufhängung in der vorderen Konsole um das Maß "X" , bezogen auf die Lochmitte der Stossstange, höher gebohrt werden...

Hört sich kompliziert an, ist aber tatsächlich ungemein WICHTIG.
Um das ganze auch einigermaßen AUSGEWOGEN drehen zu können, empfehle ich folgende Drehpunkthöhen über Lochmitte (..der Stosstangenhalterlöcher an der Karosserie) der hinteren Konsole: Beim Fastback und Coupe sollte der Drehpunkt etwa 60 bis 80 mm ÜBER Lochmitte der HINTEREN Stossstangenbefestigung liegen, beim Cabrio etwa 20 mm UNTER Lochmitte Stossstangenbefestigung. Da fehlt nämlich das Dach, und die Bodengruppe ist etwas schwerer.

Bei mir habe ich den Drehpunkt auf 40 mm über Lochmitte, und das ganze ist doch etwas Kopflastig geworden, man muss also beim drehen etwas aufpassen. Daher die Empfehlungen!

Bezugspunkt ist die HINTERE Stossstangenbefestigungslochmitte, vorne natürlich entsprechend der Differenz "X" höher über der dortigen Lochmitte.

Die passend gebohrten Löcher in der Konsole werden mit kurzen Rohrstückchen (15x1,5, 50 mm lang) verstärkt, damit die Schrauben das Material nicht zusammenziehen können.

Die HINTERE Konsole ist etwas komplizierter als die vordere, und ich würde beim nächsten Bau etwas ändern. Ich empfehle hier die Änderung mit, da ich ja schon gemerkt habe, WAS ich ändern sollte...

Also: Das 1300 mm lange Stück 80x50 Rohr kriegt mittig das verbleibende Querstück des Motorständers aufgeschweisst. Für eine Cabriokonsole sollte das Teil dann nach UNTEN zeigen, bei "Festdächern" nach OBEN. Bei der Cabriokonsole würde ich auch noch ein 50x50 Rohrstück auf der Oberseite anbraten, um genug "Fleisch" zum anschrauben des Motorhalters zu bekommen.

Die zwei 60x8x210 mm Flacheisenstücke werden mittig passend zur Stosstangenaufnahme mit zwei 12,5 mm Löchern gebohrt. Dann wird darauf jeweils genau mittig ein 50 mm langes Stück 50x50 Rohr aufgeschweisst, die offene Seite des Rohres wird auch mit Flacheisen verschlossen. Das Rohrstück muss mittig gebohrt und mit Röhrchen verstärkt werden, die Bohrung sollte im eingebauten Zustand vertikal verlaufen.

Die Teile dann an die Stosstangenaufnahme der Karosserie mit 12 mm Schrauben anschrauben, INNEN habe ich quadratische dicke Unterlegscheiben aus dem Holzbau untergelegt, um die Kraft etwas zu verteilen. Angefertigte Stücke aus 50x3 reichen auch.

Dann wird die Konsole davorgehalten und die Position der 50x50 Rohrstücke der Halter auf der Konsole markiert. Da kommen oben und unten gebohrte Flacheisenstücke (60x8x50) hin, damit man die Halter an die Konsole SCHRAUBEN kann (Ich habe hier geschweisst, und das hat sich als "nicht gut" erwiesen, es fehlt eine Anpassungsmöglichkeit, da das Karosserieblech an dieser Stelle nicht EBEN ist und die Halter nicht Parallel verlaufen...)

Wenn die Konstruktion haltbar verschraubt ist, wird sie erstmal an die Karosserie angesetzt und die 120x8x200 Eisenstücke passend für die Löcher der Tie-Down Plates am hinteren Rahmenausleger gebohrt. Wenn die Bohrungen sitzen, die Platten an Ort und Stelle erstmal anschrauben, die 550 mm langen Stücke 50x50 ausgerichtet, so dass zur Karosserie ausreichend Platz bleibt, provisorisch z.B. mit Schraubzwinge die Rohre befestigt, so dass sie mit den verbleibenden 210 mm 50x50 Stücken an die Konsole geschweisst werden können.

Nach dem Ausrichten des ganzen Gedöns werden die Teile untereinander mit kurzen Nähten geheftet und später (in bequemer Position) verschweisst. Auch diese Ausleger, die eigentlich die Karosserie nur zusätzlich abstützen sollen, könnte man an der Konsole verschrauben statt schweissen.

Das hätte den Vorteil, das man zum Bearbeiten der Rahmenträger jeweils einen Ausleger abnehmen könnte...




Auf diesem Bild sieht man die unteren Arme, und das ich den Stosstangenhalter VERSCHWEISST habe. DAS würde ich nicht wieder machen, sondern ihn beim nächsten Mal seitlich beweglich anschrauben, und dann auch den Ausleger von hinten an die Konsole schweissen bzw. schrauben.



Hier sieht man die Befestigung an den Tie-Down Plate Schrauben am Rahmen..




Ich hoffe, dass man auf den Bildern wenigstens ETWAS von dem oben Geschriebenen erkennen und nachvollziehen kann.





Die beiden MOTORHALTER aus dem "Motorständerpaket" sollte man vor dem Einsatz dringend nochmal kontrollieren. Bei mir war die Platte eines Halters dermassen schief auf das Rohrstück geschweisst, das ich die Schweissnaht fast ganz weggfräst, die Platte winklig zum Rohr ausgerichtet und wieder festgeschweisst habe.
Was man auch kontrollieren sollte ist die gleichmässige Ausrichtung der Verriegelungslöcher und natürlich DIE SCHWEISSNAHT. Da habe ich schon äusserst beunruhigende Verbindungen gesehen..(Wir verwenden ähnliche Motorständer von TBS bei mir auf der Arbeit, und ich habe da schon einige Halter "rein prophylaktisch" nachgeschweisst...)

Zum Schluss biegt man sich aus dem 10er Rundmaterial noch vier U-förmige Ösen, die dann gleichmässig auf die vordere und hintere Konsole geschweisst werden. Hieran kann man mit Hilfe eines Motorkranes die Karosserie in die Konstruktion einhängen.
Dann sind auch die Konsolen fertig zum anmalen....



So, was hab' ich vergessen?


GENAU:


Die LÄNGSTRAVERSE!

Wenn die beiden Konsolen fertig sind, werden die "Motorhalter" daran festgeschraubt, das ganze an der Karosserie befestigt und dann die beiden Kopfstücke direkt NEBEN die Halter gestellt, und zwar GENAU Parallel AUSGERICHTET, so das die Entfernung zwischen beiden Kopfstücken "wie im Einsatz" ist.
Man kann das bequem an den "Verriegelungslöchern" in den Kopfstücken und den "Motorhaltern" ausrichten.
JETZT kann man die Länge, welche die Längstraverse haben muss, GENAU AUSMESSEN. Die Löcher für die "Klappstücke" ausmessen, auf die Längstraverse übertragen, bohren und ablängen.
Nun wäre noch Zeit für eine Farbbehandlung, WENN MAN NICHT SO VERDAMMT UNGEDULDIG WÄRE, ob das ganze denn auch so funktioniert wie gedacht...

Wie hänge ich nun die Karosserie am besten in den "Grill" ein?

Ganz einfach:
Erstmal sollte die Karosserie schon völlig nackt, aber mit den angebauten kompletten Konsolen, also MIT Motorhaltern, auf Böcken stehen.
Dann wird dann eine Seite der Karosserie an den dazu an den Konsolen angebrachten Ösen aufgehängt und erstmal auf eine Drehpunkt-Höhe von etwa 60 cm über dem Boden gebracht. Dort wird die Karosserie mit STABILEN BÖCKEN einseitig unterstützt und der Motorständer auf die andere Seite des Ganzen gebracht. Dort das gleiche Spielchen bis auf etwa 80 cm Drehpunkthöhe. Dann wieder zurück mit dem Motorkran auf die 60 cm Seite und dort auf die richtige Höhe gebracht, bis das Kopfstück auf den Konsolendrehpunkt aufgesetzt werden kann. Das geht am einfachsten, wenn man den ganzen Kram etwas höher hebt und das Kopfstück dann aufsetzt
Jetzt den Verriegelungsbolzen nicht vergessen!
Dann wieder zurück auf die 80 cm Seite und auch diese hoch und einhängen.
DANN ERST die Längstraverse einsetzen und mit den mit den Motorständer mitgelieferten Bolzen (je eine abgesetzte Schraube und ein Steckbolzen) befestigt.
Wenn man zwei Motorkräne zur Verfügung hat, geht es natürlich einfacher, und ICH werde mir zwei spezielle "Portalkräne" bauen, um das Absetzen der Karosserie dann, wenn es mal soweit ist, zu vereinfachen. Aber es geht auch "Stückweise", wie beim einhängen....
Man sollte übrigens aus Stabilitätsgründen die Lenkrollen beim ein- und aushängen der Karosserie NICHT montiert haben, diese könnten erstmal durch die Schräglage kaputt gehen, und zweitens wird das ganze ohne Längstraverse auf Rollen sehr instabil. Und die Längstraverse KANN beim Einhängen nicht montiert sein, da man sonst ja keine Beweglichkeit des Kopfstückes in Längsrichtung hätte.
Aber der Einbau der Rollen ist ja relativ einfach: Einfach das ganze Gestell mit dem Motorkran einseitig etwas anheben und dann die Rollen anschrauben, das bisschen Schräglage dabei stört die Rollen nicht.
OHNE irgendeine Art von Kran kann man das ganze natürlich gleich vergessen...

So, dann viel Spass beim planen des eigenen "Grillfestes", und vorsichtshalber nochmal der "Disclaimer": NACHBAU AUF EIGENE GEFAHR!

Gruss
Theo


Posted by JJ on Tuesday, October 21, 2008 (10:35:20) (17157 reads) [ Administration ]

"Wie kriegt man einen Mustang gegrillt??" | Login/Create an Account | 12 comments
Threshold
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Re: Wie kriegt man einen Mustang gegrillt?? (Score: 1 )
by Infinity66 on Tuesday, October 21, 2008 (15:13:24)
(User Info | Send a Message)
Hey Theo, klasse Arbeit und Dokumentation! Wenn ich nicht schon so ein schickes Teil hätte, noch dazu höhenverstellbar, dann würde ich mich jetzt auf die Socken machen und so ein Teil bauen. Gute Arbeit!!! Okido

Paule Wave



Re: Wie kriegt man einen Mustang gegrillt?? (Score: 1 )
by Frauldabissen on Wednesday, October 22, 2008 (17:35:50)
(User Info | Send a Message)
Super Bericht/Anleitung. Fehlt nur ne kleine Zeichnung Okido



Re: Wie kriegt man einen Mustang gegrillt?? (Score: 1 )
by 67-Stang on Wednesday, October 22, 2008 (19:14:34)
(User Info | Send a Message)
Moinsen Theo,

einsame Klasse sag ich da nur. Vor allem die Konstruktion der Aufnahmen am Rahmen gefällt mir gut, denke da könntest Du sogar den kompletten Stang reinhängen Shhh Laughing

Geile Arbeit und super Doku Okido

Gruss Alex Shake



Re: Wie kriegt man einen Mustang gegrillt?? (Score: 1 )
by Mach1frank on Saturday, October 25, 2008 (15:05:05)
(User Info | Send a Message)
Hey Theo,

super Arbeit....glückwunsch zu soviel "know how"....hast bestimmt doppelt soviel Zeit am Schreiben des Berichts verbracht,als am Arbeiten des Gestells,oder??

greetz Frank



Re: Wie kriegt man einen Mustang gegrillt?? (Score: 1 )
by Haggy65 on Wednesday, November 05, 2008 (19:09:14)
(User Info | Send a Message)
Hi Theo, Okido Okido
ich glaub ich muss mein Pony mal in deine Richtung treiben.
Das Ding is ja besser als deine selbstgebaute Lackierkabine Laughing .

Shake Gruss Heiko



Re: Wie kriegt man einen Mustang gegrillt?? (Score: 1 )
by Sonnenschein on Tuesday, November 11, 2008 (11:19:52)
(User Info | Send a Message)
super idee Respect
du könntest aber auch die mittelstrebe zweiteilig machen (rohr in rohr) und dann mit anderen aufnahmen auch für andere vehicels verwenden Scratchin
ansonsten super gemacht und beschrieben prost werd ich mal ausprobieren
gruß der mike Shake



Re: Wie kriegt man einen Mustang gegrillt?? (Score: 1 )
by Sehwolf on Monday, February 02, 2009 (21:45:15)
(User Info | Send a Message)
Klasse, klasse, klasse...

Das hat was. - Bau ich !

Greets
Karsten



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